A. F. E. e.V

Theoretische Grundlagen

Die Funktionelle Entspannung versteht sich als körperzentrierte psychodynamische Psychotherapiemethode. Sie geht von einem ganzheitlichen Menschenbild aus, in dem das Körpererleben im Zentrum steht. Darüber soll eine bessere Selbstakzeptanz und eine Befähigung zur Selbstregulation vermittelt werden. Beides sind wichtige Voraussetzungen für subjektives Wohlbefinden und gelingende Beziehungen. Die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers dient als Modell für psychische selbstregulatorische Prozesse, die mit Funktioneller Entspannung angestoßen werden.

Verschiedene theoretische Strömungen haben Einfluss auf die Entwicklung der Methode genommen:

Die Anthropologische Medizin geht von der Einheit von Wahrnehmen und Bewegen aus, die sich im methodischen Vorgehen der Funktionellen Entspannung wiederfindet. Körperliches und psychisches Erleben wird als gleichberechtigt und aufeinander bezogen verstanden(sogenanntes „Stellvertreter“- Prinzip) und findet seinen Ausdruck im Ebenenwechsel zwischen Körperarbeit und verbalem Durcharbeiten.

Phänomenologische Ansätze sind der Leibpädagogik entlehnt, in der Marianne Fuchs ausgebildet war. Sie finden sich im erspürenden und beschreibenden Vorgehen in der Funktionellen Entspannung wieder und ermöglichen eine differenzierte Sprache für körperliche Realitäten und Veränderungen im dialogischen Prozess.

Aus der Tiefenpsychologie stammt das Konzept eines körperlich verankerten Unbewussten und der Bedeutung früher Beziehungserfahrungen. Für körperpsychotherapeutische Prozesse spielt das psychoanalytische Konzept innerer Repräsentanzen eine wichtige Rolle. Säuglingsforschung und Neurowissenschaften erweiterten das Verständnis von Affekten, Empathie und Selbstentwicklung.

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