34. A.F.E. Jahrestagung – 4 Stipendien für Studierende

Die Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Entspannung (A.F.E.) bietet 4 Studierenden der Fächer Medizin, Psychologie, Pädagogik, Motologie und verwandten Disziplinen ein Stipendium für die Teilnahme an der 34. Jahrestagung der A.F.E. im November 2019 an.

Bewerbungsschluss ist der 13.9.2019

Information zur Bewerbung
Ein Stipendium umfasst die Tagungsteilnahme einschließlich des Vorkurses, die Unterkunft und Verpflegung im Tagungshaus. Die Kosten der Anreise wird von den StipendiatInnen übernommen.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind auf nicht mehr als zwei DINA4 Seiten bis zum 13.09.2019 per E-Mail an die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Entspannung – info@afe-deutschland.de – einzureichen:

  • Kurzer Lebenslauf
  • Motivationsbeschreibung

Das A.F.E. – Präsidium entscheidet bis Ende September über die Vergabe.

Die Tagung

Am Puls der Zeit
Von Lebens- und Körperrhythmen

Tagungsleitung
Prof. Thomas Loew
Dr. phil. Beate Leinberger
M.Sc. Inés Reiners

Teilnehmerkreis
Ärzt*innen, Psycholog*innen, Psychotherpeut*innen und Angehörige anderer therapeutischer, pädagogischer und beratender Berufsgruppen

Vorträge, Erfahrung und Podiumsdiskussion
Dr. med. Alfred Lohinger, Wien ( www.lebensfeuer.com)
Was unser Herzrhythmus über unser Leben erzählt

Dr. med. Antoni Lang, Hannover
Unser Atemrhythmus – was er uns über uns verrät und wie wir ihn nutzen können.

TaKeTiNa – Experience mit Frank Rhim
Heiligenfeld Kliniken, Bad Kissingen

Podiumsdiskussion mit der A.F.E.–Faculty
„Rhythm is it“: wie Marianne Fuchs den Puls der heutigen Zeit wahrnehmen, verstehen, benennen und deuten würde.

Workshops
Zu den Inhalten der Tagungsvorträge und Themen rund um den Rhythmus wie Stimme, Gesang, aber auch organ–struktur–bezogen, wie das Zwerchfell („Rhythmusfell“ als leiblicher Emotionskonservator), oder der Selbstfürsorge, den Lauf des Lebens, Therapiezyklen etc.

Inhalt
„Dran bleiben“, „up to date“ sein, das klingt nach Action… doch eigentlich ist “Agency“ gemeint, das ur–menschliche Bedürfnis, handeln zu können nach eigenem Willen, dabei alles zu kontrollieren und die Konsequenzen absehen zu können, also das „Heft“, das Skript unseres Lebens „in der Hand haben“. Jedoch scheint es beim genaueren Hinsehen eher umgekehrt, der Zeitenlauf „pulst“ uns.

Auch wenn wir ganz begeistert und engagiert sind, oder gerade dann, leert sich aber auch unser energetischer Akku immer wieder unweigerlich; schneller noch, wenn uns vermeintliche oder reale Rückschläge auf unserem Weg behindern. Manchmal schmerzlich entdecken wir die Notwendigkeiten von Pausen, je belasteter wir sind, umso häufiger tun diese Not. Es gilt, diese aufzuwerten, vielleicht sollten wir nicht von „pausieren“ sondern „wieder aufbauen“ sprechen.

Auf unserer Tagung wird dazu der vierte Markenkern der Funktionellen Entspannung, die Arbeit mit dem Rhythmus, im Vordergrund stehen, natürlich nicht ohne Bezüge zu den anderen Themen Grenzen und Räumen und Halt und Haltung, beispielsweise bei der TaKeTiNa-Experience. Wir werden auch etwas über die wissenschaftlichen Hintergründe der Synchronisation innerer und äußerer Rhythmen hören und zwar über Ableitungen des Organs, das in unserem Körper als Synonym für den Puls an sich steht: Das Herz, aus einem ganz modernen Blickwinkel betrachtet – nach 30 Jahren Herzratenvariabilitätsforschung. In einem weiteren Vortrag erfahren wir wie sich in unserem Atemrhythmus unsere emotionale Befindlichkeit widerspiegelt. Es werden medizinische Hintergründe und alltagsrelevante Anwendungsmöglichkeiten dazu vorgestellt.

Auch die Musik wird nicht zu kurz kommen: Trommeln, Sprache und Gesang als Er–lebnis–raum … und damit sind wir wieder beim Zusammenklang der Perspektiven, dem Gefühl der eigenen Beständigkeit (man derselbe bleibt, auch wenn man sich ändert) – im Rhythmus der Zeit und nicht nur auf dem Kamm der „Pulswelle“.

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