2025
Die Veröffentlichung des Präventionskurs zum Stressmanagement – Kursmanual , veranlaßte den Vorschlag, die Autorinnen als Preisträger*innen des Marianne Fuchs Preises 2025 vorzuschlagen. War ihre Publikation doch schon bei der Verleihung der Preise im Jahr 2022 vom Laudator als Grundlagenwerk genannt worden.
Dorothee Schweitzer, Ingrid Herholz, Sabine Wurzbacher
Mit dem Kursmanuals gaben die Autor*innen Kursleiter*innen schon einige Jahre lang A.F.E.-Mitgliedern Material an die Hand, um einen Stressmanagementkurs anzubieten. Geeignet ist die Anwendung für alle mit einem Grundberuf aus einem therapeutischen, pädagogischen oder beratenden Tätigkeitsfeld sowie einer abgeschlossenen oder zumindest fortgeschrittenen Weiterbildung in Funktioneller Entspannung. Denn die Methode der Funktionellen Entspannung (FE) eignet sich hervorragend für den Umgang mit Stress, da sie die mit der Körperwahrnehmung eintretende Regulation und Entspannung einerseits und die Einbeziehung von Körper, Geist und Seele in ihrer Umgebung andererseits verbindet. prädestiniert ist, um sie im Umgang mit Stress anzuwenden. Mit der Veröffentlichung Ende 2025 wird das Manual nun auch einem weiteren Kreis von Interessent*innen zugänglich gemachtn.
Autorinnen: Dorothee Schweitzer, Ingrid Herholz, Sabine Wurzbacher
Gelassen im Alltag mit Funktioneller Entspannung – Präventionskurs zum Stressmanagement – Kursmanual
Laudatio zur Verleihung des Marianne Fuchs – Preises 2025
Laudator Rolf Johnen hob hervor: Die Leser dieses Handbuchs werden in sprachlich gut verständlicher Form angeleitet, „Anspannung und Stress schon im Ansatz wahrzunehmen, mit den angebotenen FE – Interventionen zu regulieren und gegebenenfalls ihr Verhalten angemessen zu verändern. Von Anfang an wird dabei auf die Übertragung in den Alltag der TeilnehmerInnen geachtet.“
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2022
Im Jahr 2022 erhielten zwei Projekte den Marianne Fuchs Preis. A.F.E. Mitglieder schlugen beide Projekte mit folgender Begründung vor.
Ute Martens
Ute Martens aus Berlin hat eine manualisierte Gruppentherapie zur Stressreduktion bei onkologischen Patient*innen entwickelt, die auf unserem Manual zur Stressprävention basiert. Es wurde zunächst eine Pilotstudie durchgeführt, bei der Ute Martens die Behandlung durch Kollegen supervidiert hat (doi: 10.1055/a-1668-9488. Psychother Psych Med) Die Ergebnisse der Pilotstudie waren ermutigend, so dass nun eine Multicenter – Studie folgen soll, in der die Wirksamkeit verschiedener Methoden verglichen wird.
Matthias Hoheisel
Matthias Hoheisel aus Berlin hat in einer Arbeitsgruppe mit Philine Senf-Beckenbach und Janine Devine ein manualisiertes Konzept zur Behandlung nicht epileptischer Anfälle erarbeitet, in dem die Förderung der Körperwahrnehmung mit FE einen wesentlichen Teil ausmacht: „Philine Senf-Beckenbach / Janine Devine / Matthias Hoheisel: Behandlung psychogener nicht epileptischer Anfälle. Psychoedukation und Körperwahrnehmung bei Dissoziation (KÖRDIS) Hogrefe Verlag Bern 2020“. Erste als Pilotstudie veröffentlichte Daten einer noch laufenden Evaluationsstudie zeigten die Wirksamkeit dieser Behandlung hinsichtlich Anfallshäufigkeit und -stärke (doi: 10.1055/a-1146-3208). Das Konzept wurde als Buch veröffentlicht und damit einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ist umso verdienstvoller, da bislang nur wenige erfolgversprechende Therapieansätze auf dem Gebiet beschrieben sind.
Autor*innen: Anja Greinacher, Ute Martens, Imad Maatouk
Autor*innen: Philine Senf-Beckenbach, Janine Devine, Matthias Hoheisel
Laudatio zur Verleihung des Marianne Fuchs – Preises 2022
Laudator Rolf Johnen begründete die Entscheidung folgendermaßen: Wir hatten es nicht besonders schwer mit unserer Entscheidung: Es gab nur zwei Arbeitsgruppen, die für den Preis vorgeschlagen wurden, und die Veröffentlichungen beider sind so gut, dass sie – unseres Erachtens ohne jeden Zweifel – den Marianne–Fuchs Preis 2022 verdienen.
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2009
Claas Lahmann erhielt den Marianne-Fuchs-Preis 2009 für eine Reihe randomisierter kontrollierter Studien zur Wirksamkeit der Funktionellen Entspannung (FE), die er am Klinikum der Universität Regensburg durchgeführt hatte und die in seine dortige Habilitation eingeflossen sind.
In den prämierten Arbeiten untersuchte er die FE systematisch bei unterschiedlichen klinischen Indikationen: bei funktionellen Herzbeschwerden, bei Asthma bronchiale, beim Reizdarmsyndrom, bei Zahnarztangst sowie zur Stressprävention. Die Studien erschienen in internationalen Fachzeitschriften, darunter Psychotherapy and Psychosomatics, das Journal of Nervous and Mental Disease, das Journal of the American Dental Association und das Journal of Alternative and Complementary Medicine. Sie lieferten erstmals methodisch belastbare Belege für die Wirksamkeit der FE unter kontrollierten Bedingungen und trugen wesentlich dazu bei, die Methode im wissenschaftlichen Diskurs der Körperpsychotherapie zu verankern.
Univ.-Prof. Dr. med. Claas Lahmann ist heute Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.
